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Fachartikel Affiliate Management - Seite drucken
Kleine Partner gewinnen
Newsletter vom 24.10.2005


Lehnen Sie sich zurück, ich erzähle Ihnen nun eine schöne
Geschichte:

Heinz P. ist in einer Nische recht erfolgreich mit seinem
Online-Shop tätig. Nehmen wir an, es handelt sich um
Tauchzubehör.

Nun ist Heinz P. natürlich immer auf der Suche, seinen
erfolgreichen Online-Shop noch bekannter zu machen und seine
Spitzenposition in dieser Nische weiter auszubauen.

Er startet also sein eigenes Partnerprogramm.
Das ist eine weise Wahl.

Seine Seite verkauft ordentlich, seine Provisionen sind
attraktiv, seine Werbemittel erstklassig.
Es fehlen nur die Partner.

"Kein Problem," denkt sich Heinz P. Er kennt sich in der
Szene aus, recherchiert etwas im Internet und hat sehr
schnell eine Liste mit vielleicht 100 Seiten, die sich mit
dem Thema "Tauchen" beschäftigen.
"Das ist meine Zielgruppe," weiss Heinz P. genau.

Seine Idee ist simpel:
Er kontaktiert die Seitenbetreiber, lädt diese in sein
Partnerprogramm ein. Da sie nur Vorteile davon haben und die
Zielgruppe ja wirklich erstklassig passt, werden sicher
viele sehr erfreut sein, sich ein kleines Taschengeld mit
dem Partnerprogramm zu verdienen.

Hört sich logisch an...

Also sendet Herr P. ein paar emails.
Doch, oh Wunder: Keine Reaktionen.

"Aber Heinz," mahnt ihn die Stimme Thomas Hegenauers von
Affiliatemanager.de - "email von Fremden liest doch keiner,
das Telefon ist des Affiliate Managers bester Freund!"

Frohen Mutes klemmt sich Heinz also hinter das Telefon und
tatsächlich, er erreicht einige Seitenbetreiber.

So gewinnt der Shop für Tauchzubehör viele aktive Partner...


Und nun zur Realität:
Streichen Sie den letzten Satz mit den aktiven Partnern.
Denn in der wahren Welt wird Heinz P. diese Aktion für ein
oder zwei Tage fahren, um ernüchtern festzustellen: "Die
wollen alle kein Geld verdienen."

Richtig erkannt:
Da draussen gibt es viele Seiten, die in Suchmaschinen gut
gefunden werden und eine attraktive Anzahl an Besuchern
(besonders für Nischenseiten!) aufweisen, die optimal für
das ein oder andere Partnerprogramm passen würden.

Aber haben Sie schon jemals versucht, diese Betreiber für
ein Partnerprogramm zu gewinnen?

Sie erhalten Antworten wie:
"Ich mach die Seite nur zum Spass, ich will kein Geld
verdienen" (Original-Zitat!!)

oder auch gut:

"Aber ich werbe doch schon für Handys, und da verdien ich
auch nix. Ich mach da nichts mehr!" (Ja du Depp, weil deine
Seite sich an Taucher wendet, deshalb solltest du das
beworbene Produkt mal überdenken und eine Partnerschaft mit
einem Tauchshop in Erwägung ziehen).

und der Dauerbrenner:

"Mir gefällt die Seite, wie sie ist."


Tja.
Was kann man als Programmbetreiber da tun?

So gerne würde ich Ihnen heute ein Konzept in die Hand
legen, den geheimen Spitzenplan, wie Sie all dieses
schlafende Potential wecken.

Doch ich habe keinen solchen Plan.
Und ich kenne niemanden, der einen solchen Plan hat.

Das einzige, was ich Ihnen raten kann ist das:
Verzweifeln Sie nicht.
Akzeptieren Sie, dass man andere Menschen nicht zu ihrem
Glück zwingen kann und wenden Sie sich an diejenigen
potentiellen Partner, die das Prinzip von
Affiliateprogrammen wenigstens im Ansatz verstanden haben.


Denn wir leben eben in Deutschland.
Geld verdienen ist unmoralisch und ein kleines Zubrot mit
einer Hobby-Homepage jeden Monat überwiesen zu bekommen ist doch sicher illegal und irgend so ein Komplott von der
Mafia. Hartz IV ist OK, 20 Jahre lang arbeitslos sein ist
OK, Jammern ist OK, jeden Tag auf seinen Chef schimpfen und
Magengeschwüre vom Mobbing zu bekommen ist OK - aber selbst etwas auf die Beine stellen im Internet und am Ende
vielleicht sogar mit seinem Hobby Geld verdienen: Das ist
undenkbar in dieser Gesellschaft.

Mein Tipp also an Online-Shops in Nischenmärkten:
Konzentrieren Sie Ihre Kräfte auf die Arbeit mit wenigen,
ausgesuchten Profis und verabschieden Sie sich ganz einfach
von dem Gedanken, dass Eigenverantwortlichkeit oder
Eigenständigkeit bei jedem Webmaster vorhanden sein müsste.

Sie wurde in diesem Land über viele Jahrzehnte wegdressiert
und erst wenn das aktuelle System mit einem lauten Krach
zusammenbricht, werden einige Leute aus ihrem Wachkoma
gerissen... ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich
mich auf diese stürmischen Zeiten freue, die uns allen
bevorstehen.

Bis dahin:
Kümmern Sie sich um das, was in Ihrem Partnerprogramm geht
und lassen Sie beiseite, was nicht geht. Ob es gehen müsste
ist eine ganz andere Sache - das braucht Sie nicht zu
interessieren.

Und seien Sie sicher: Sie sind nicht alleine.
Täglich verzweifeln zahlreiche Affiliate Manager an der
Ignoranz und Untätigkeit potentieller Partner.
 
  *  

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Nadine Rohde
Opodo Deutschland